Österreichs Unternehmen stehen in Zukunft unter Strom, und zwar buchstäblich. Raumwärme und Betriebsfahrzeuge werden mittlerweile zu einem großen Teil elektrisch betrieben. Dafür sind die meisten Dächer und viele Wände von Werkshallen mit Photovoltaikanlagen bestückt. Firmeneigene Stromspeicher puffern Lastspitzen ab.
Ein großer Teil der Produktionsprozesse wurde ebenfalls elektrifiziert – für den verbleibenden Teil werden vielfach Biomasse oder Wasserstoff eingesetzt. Biomasse spielt darüber hinaus auch bei der Wärmebereitstellung in vielen Unternehmen eine wichtige Rolle.
Die meisten Unternehmen nutzen inzwischen die Abwärme ihrer Produktion für die Beheizung der Büros, und wo das nicht ausreicht, kommen oft Wärmepumpen zum Einsatz. Die Wärmepumpen werden mit selbst erzeugtem Strom betrieben und sind flexibel steuerbar. Dennoch gibt es auch im Jahr 2040 noch etliche Betriebe, die Biomasse für die Raumwärmebereitstellung nutzen.
Viele Unternehmen sind sowohl Produzenten als auch Verbraucher von elektrischer Energie und haben sich zudem verschiedene Speichermöglichkeiten geschaffen. Da kommt es vor allem auf kluge, kostenoptimierte Steuerung an.
Von der Bäckerei bis zur Milchindustrie, von der Trocknung bis zur Textilverarbeitung: Fast alle Prozesse konnten auf elektrischen Strom umgestellt werden. Die Technologien waren schon lange bekannt, aber in der Umstellungsphase musste viel experimentiert werden. So manche Bäckerei musste sogar ihre Rezepturen ein wenig umstellen. Und auch die Stromanwendungen haben sich technologisch rasant weiterentwickelt. Nur noch wenige Betriebe haben direkte Bioenergie für dieses Temperaturniveau im Programm. Großwärmepumpen sind für Prozesse bis zu 300 Grad inzwischen auch in Unternehmen zum Standard geworden.
Auch für Hochtemperaturprozesse wurden bereits viele elektrische Lösungen gefunden und erprobt. Für den Rest sind Biomethan und Wasserstoff die Mittel der Wahl.
Inzwischen haben fast alle Unternehmen ihre Fahrzeugflotten auf Elektroantrieb umgestellt, egal ob es sich um Fahrräder, Autos, Lieferfahrzeuge oder sogar die meisten Baustellenfahrzeuge handelt.
Viele Unternehmen sind sowohl Produzenten als auch Verbraucher von elektrischer Energie und haben sich zudem verschiedene Speichermöglichkeiten geschaffen. Da kommt es vor allem auf kluge, kostenoptimierte Steuerung an. Es gibt zwar inzwischen kaum noch negative Strompreise, aber dennoch viele Phasen mit sehr billigem Strom. Und auch die eigene Erzeugung kann in Speichern zwischengelagert werden, bis Strom wieder teurer wird. Vor allem aber können die Spitzenlasten abgepuffert und so hohe Anschlusskosten eingespart werden. Einige Unternehmen können sogar einige Produktionsprozesse zeitlich steuern und so noch einmal viel Geld sparen.